Flachbohnen sind die häufigste, gängigste und irgendwie biederste Form der Kaffeebohnen und werden häufig auch einfach allgemein als „Kaffeebohne“ verstanden. Flachbohnen entstehen dadurch, dass sich in der Kaffeefrucht zwei Kernhälften entwickeln, die mit den flachen Seiten zueinander gelegen sind. Wie sich eine Kaffeebohne entwickelt, hängt vornehmlich vom Klima und der Anbauhöhe, sowie der Bodenbeschaffenheit ab. Gegenüber den Kaffeebohnen-„Freaks“ ist die Flachbohne wie man schon sieht recht unspektakulär.

Größe der Kaffeebohne entscheidend

Im Vergleich zu den beiden anderen Kaffeebohnentypen (Perlbohnen und Maragogype-Bohnen) sind Flachbohnen von mittlerer Größe. Während die kleinen Perlbohnen klein und rundlich sind und Maragogype-Bohnen durch ihre schiere Größe sofort ins Auge fallen, handelt es sich bei Flachbohnen um ziemlich durchschnittlich große und gekrümmte Kaffeebohnen. Sie stellen bei den meisten Röstmischungen den Hauptanteil der enthaltenen Kaffeebohnen.

Qualitätsmerkmale bei Flachbohnen

Ein guter Kaffee sollte im optimalen Fall eine einheitliche Größe und Form der Kaffeebohnen vorweisen. Hierbei gilt: Je größer die Flachbohnen, desto besser! Eine größere Bohne suggeriert eine längere Reifezeit. Da, wie oben beschrieben, Flachbohnen im Kaffee den Hauptanteil stellen, sollte man bei der Qualitätsbeurteilung der Kaffeebohnen vor allem auf die Flachbohnen achten: Sind gebrochene Bohnen enthalten? Sind bei den Flachbohnen sehr unterschiedliche Größen vertreten und wie fallen diese aus?

Auch bei der professionellen Beurteilung von Kaffeequalität wird dies beurteilt: So wird im internationalen Handel die Güte der Kaffeebohnen daran bestimmt, wie viele Defekte in einer Stichprobe enthalten sind. Je nach Defekt (Größe, Frische, Anteil gebrochener Kaffeebohnen und enthaltener Unrat wie unerwünschte Pflanzenbestandteile) werden der Kaffeebohne Gütepunkte abgezogen.