Mit einer French Press, auch Pressstempelkanne oder Cafetière genannt, lässt sich im Handumdrehen köstlicher Kaffee zubereiten. Am bekanntesten dürften die Modelle der dänischen Marke Bodum sein, wobei sich in vielen Studentenküchen auch günstige Modelle von IKEA wiederfinden. Die French Press ist dank vieler Größen (von einem Tässchen bis hin zu 1,5L), einer einfachen Handhabung und Reinigung, sowie einem guten Kaffeearoma seit vielen Jahren sehr beliebt.

French Press: Kaffee-Zubereitung à la française

Die Kaffee-Zubereitung mit einer French Press ist denkbar einfach: Bohnen mahlen, aufgießen, fertig. Trotzdem lohnt es sich, folgende Tipps zu beachten:

1. Die French Press mag’s grob

Ist der Kaffee des Tages ausgesucht, geht’s ans Wiegen. Hier kann viel falsch gemacht werden, denn das richtige Verhältnis von Kaffee zu Wasser ist auch bei der Zubereitung mit einer French Press enorm wichtig. Hat man eine zu geringe Menge Bohnen in die Kaffeemühle geworfen, gibt es einen Bodensehkaffee. Eine zu große Menge Kaffees kann hingegen bitter schmecken und zu Verstimmungen im Magen führen. Da es besonders Letzterem vorzubeugen gilt, sollte man sich an folgende Faustregel halten:

1 Liter Kaffee in der French Press = 60 – 70 Gramm Kaffeepulver oder gute 8 Gramm auf 100 ml Kaffee-Wasser.

Gütigerweise steht mir eine Goldwaage zur Verfügung (leider nicht aus ursprünglicher Notwendigkeit), weshalb ich sehr genau weiß, wieviel Kaffee ich für eine French Press-Kanne benötige.

Beim Mahlen der Kaffeebohnen sollte darauf geachtet werden, dass eine recht grobe Körnung erhalten bleibt. Geht man von einer Mahlgrad-Skala von 1 bis 10 (1 ist grob, 10 ist sehr fein) aus, sollte man bei einer French Press einen Mahlgrad von 2-3 anwenden. Wird der Kaffee zu fein gemahlen, kommen mehr Schweb- und Bitterstoffe durch das vergleichsweise grobe Sieb der French Press hindurch in die Tasse und schmälern den Kaffeegenuss.

2. Kochendes Wasser abkühlen lassen

Leider machen viele den Fehler, French Press Kaffee mit kochendem Wasser zu verbrühen. Davon möchte ich hiermit dringend abraten! Kochendes Wasser setzt im Kaffee verstärkt Bitterstoffe frei, die dann das Erlebnis schmälern. 10-20 Sekunden Wartezeit und das Kaffee-Wasser hat sich beruhigt und auf eine optimale Kaffee-Temperatur gesenkt. Diese ist bei Experten jeder Couleur unterschiedlich: Die einen sprechen von 85-94 Grad, andere haben es auf exakt 96 Grad definiert. Ich nehme den gesunden Mittelwert, also mehr oder minder 90 Grad.

3. French Press: Kafee umrühren nicht vergessen

Nachdem man das Wasser in der French Press über das Kaffeepulver gegossen hat, sollte man die ganze Chose nochmals umrühren. Dies hat den Hintergrund, dass sämtliche Bestandteile des Pulvers mit Wasser in Kontakt kommen und ein Aromen besser gelöst werden. Ich verwende zum Kaffee-Umrühren in der French Press den Stiel eines Kochlöffels.

4. Kaffee in der French Press ziehen lassen

Sind Kaffee und Wasser in der French Press vereint, heißt es ein letztes mal warten. 4-5 Minuten sollte man einplanen, wobei diese Angabe den individuellen Vorlieben und der Kaffeesorte unterworfen ist. Trotzdem sollte man den Kaffee in der French Press in aller Ruhe ziehen lassen und sich währenddessen sinnvollen Dingen zuwenden: Milch und Zucker bereitstellen und die Kaffeetasse eventuell vorwärmen. Ich tue das sehr gerne, da durch die kalte Milch ja schon einiges von der Kaffee-Temperatur verloren geht.

5. Kaffee in French Press umrühren. Fertig. Los!

Letzter Schritt: Nochmals den Kaffee in der French Press umrühren und die letzten Körnchen an der Oberfläche gen düsteren Kaffee-Meeresgrund schicken. Macht’s gut, Wuahahahahar!

Jetzt den Deckel mit Sieb aufsetzen und behutsam nach unten drücken.

Köstlich.