Guten Kaffee kleiner Röstereien zu kaufen ist der erste und wichtigste Schritt zu feinem Kaffeegenuss. Damit die Aromen auch zur vollen Geltung kommen, bedarf es allerdings zusätzlicher Maßnahmen. Durch diese kleinen Tricks lässt sich der volle Kaffeegeschmack aus den Bohnen herauskitzeln.

Für optimalen Geschmack: Kaffeebohnen frisch kaufenFrischer Kaffee: Röstdatum entscheide

Hat man den Weg zum Röster des Vertrauens gefunden, gilt es, auf das Röstdatum zu achten. Während Kaffee aus dem Supermarkt meist schon Monate im Lager und Regal liegt, handelt es sich bei den Kreationen kleiner Röstereien um Kaffee mit Frischegarantie, was sich auch im Geschmack wiederspiegelt. Aufschluss darüber gibt der Stempel mit Röstdatum. Da Kaffee nicht wie Wein reift, gilt hier: Je frischer, desto besser!

Kaffeegeschmack: Der richtige Mahlgrad entscheidetKaffee-mahlen: Mahlgrad entscheidend bei French Press

Je nach Kaffeezubereitung sollte man einen anderen Mahlgrad der Kaffeebohnen verwenden. Trinkt man Filterkaffee, benötigt man beispielsweise einen feineren Mahlgrad als bei der Zubereitung mit einer French Press. Hochwertige Kaffeemühlen bieten hier die Möglichkeit, durch feine Justierungen die richtige Körnung zu liefern. Oftmals wird hier ein fataler Fehler begangen, da der Kaffeegeschmack zu lasch oder zu bitter ausfallen kann. Den richtigen Mahlgrad zu finden ist allerdings eine Frage der Geduld und der individuellen Vorliebe und erfordert nicht selten viele „Probeläufe“.

Kaffee-Wasser: Weniger hart – mehr Geschmack

Ein oftmals als gegeben hingenommener Faktor ist das Kaffee-Wasser. Dieses beeinflusst den Kaffeegeschmack allerdings in nicht zu vernachlässigender Weise, wobei vor allem der im Wasser enthaltene Kalk negativ auffällt. Mit einem einfachen Trinkwasserfilter kann man den Härtegrad des Kaffee-Wassers reduzieren und den Kaffeegeschmack verbessern. Vergleicht man den Preis der im jährlich konsumierten Kaffeebohnen und die einmaligen Anschaffungskosten eines Filters, kann sich diese Investition für einen besseren Kaffeegeschmack schnell lohnen.

Kaffee-Wasser: Temperatur ist wichtigWassertemperatur beeinflusst Kaffeegeschmack

Kommt es zum Moment des Kaffee-Aufbrühens, sollte man nicht den Fehler machen, die feine Bohne zu verbrühen. Gießt man allzu schnell kochendes Wasser über den gemahlenen Kaffee, werden mehr Bitterstoffe gelöst, als einem lieb ist. Für einen besseren Kaffeegeschmack lohnt es sich also, noch circa 10-20 Sekunden zu warten, bis sich das Kaffee-Wasser beruhigt hat. Eine Temperatur von rund 85 – 90 Grad sollte erreicht werden.

Tipp: Kaffee-Zubehör ordentlich säubern

Wird das verwendete Kaffee-Zubehör nicht sauber gehalten, können sich daran Reste ablagern, die sich bei einer neuerlichen Zubereitung negativ auf den Kaffeegeschmack auswirken können. Hervorzuheben sind in diesem Bereich die im Kaffee enthaltenen Öle und Fette.

Für besseren Geschmack: Kaffe-Gefäße vorwärmen

Vollautomaten und Espressomaschinen haben oftmals eine Funktion, die heißen Wasserdampf in die Kaffeetasse bläst. Hintergrund ist, dass durch ein kaltes Behältnis die Kaffeetemperatur schon vor dem Trinken abnimmt, was wiederum dem Geschmack nicht zuträglich ist. Wer sich hiergegen absichern möchte, kann durch das Vorwärmen des Behältnisses schon viel gewinnen. Im Falle einer French Press, eines Keramikfilters oder einer einfachen Kaffeetasse reicht schon ein wenig heißes Wasser.

Mehr Zeit kostet diese Vorbereitung nicht: Während das Kaffee-Wasser erhitzt wird, sollte reichlich Zeit sein.