Im Zuge des liebevollen Countdowns zu meinem 30. Geburtstags habe ich heute ein Päckchen Kaffee erhalten, welches ich im Kaffeebohnen-Test vorstellen möchte. Es stammt von der Privatrösterei Bonafede in Hockenheim, welches nahe meiner Heimatstadt Heidelberg liegt.

Bonafede-Kaffeebohnen

Der Kaffeebohnen-Test:

Bohnen: 100% Arabica (Brasilien), Region Cerrado, sonnengetrocknet

Geruch: Wie immer nähere ich mich dem Kaffee zuerst mit einer Geruchsprobe. Jeweils nach dem Mahlen und Aufgießen versuche ich Nuancen feststellen zu können. Dieser Teil fiel mir heute bei diesem Kaffee nicht wirklich leicht: mild, süßlich, allerdings auch ein wenig nichtssagend.

Aroma: nussig, süßlich. Am Schluss meinte ich auch eine leichte schokoladige Note erkennen zu können.

Säure: Eins fällt von Beginn an auf: Dieser Kaffee verfügt über kaum Säure! Das dürfte einerseits mit der Sonnentrocknung zusammenhängen, die säureärmere Kaffees hervorbringt als die gewaschene Verarbeitung. Andererseits sind Kaffees brasilianischer Herkunft eher säurearm. Wie schon angemerkt bin ich ein Freund ausgeprägter Säure, die für mich ein essenzieller Teil der Spannung im Mund ausmacht. Aus diesem Grund erscheint mir der Bonafede Kaffee einen Tick zu mild.

Körper: leicht aber nicht dünn

Abgang: Der Abgang ist kurz, wiederkehrende Geschmackseindrücke bleiben kaum haften.

Bonafede Cerrado Kaffee im Test
Der Kaffee nach dem Aufgießen

Fazit: Diese Verkostung war für mich nicht einfach, weshalb ich gleich sagen möchte, dass ich sie in nächster Zeit mit einem vergleichbaren Produkt wiederholen möchte. Insgesamt hinterließ dieser Kaffee bei mir einen ganz ordentlichen Eindruck. Umgehauen hat mich der Cerrado Dulce nicht, aber dank des wirklich milden und leicht süßlichen Charakters ein Kandidat für den Nachmittagskaffee. Da ich demnächst wieder in der Heimat bin, werde ich einen Abstecher nach Hockenheim machen und mir mal 1-2 Päckchen aus dem Bonafede-Sortiment ergattern.