Vor einigen Monaten habe ich mir die Zassenhaus Kaffeemühle „Brasilia“ gekauft. Seither mahlt sie mir jeden Tag ein bis zwei Kaffees und stellt einen wahren Quantensprung gegenüber meiner alten Kaffeemühle dar.

Zassenhaus als Marke der Wahl

Bei meiner Kaufentscheidung habe ich mich bewusst für Zassenhaus entschieden und war gerne bereit rund 65 Euro für das Modell „Brasilia“ zu bezahlen. Betrachtet man die Menge hochwertigen Kaffees, die man in nur einem Jahr mahlt, ist eine gute Mühle eine lohnende Investition. 25 Jahre Garantie gibt Zassenhaus auf das Kegelmahlwerk aus geschmiedetem Stahl.

Zassenhaus Kaffeemühle Brasilia: Schicke Handmühle

Handmühle in Retro-Design

Optisch kommt die Zassenhaus „Brasilia“ oldschool daher. Ein Gehäuse aus Holz mit solider Kurbel und niedlicher Schublade für den gemahlenen Kaffee.

Hier ergeben sich allerdings kleinere Probleme:

  • Das Behältnis für die zu mahlenen Kaffeebohnen ist einerseits recht klein ( ich fülle immer gute 35 Gramm hinein und würde sagen, dass 50 Gramm hineinpassen). Damit würde es für eine größere Kaffeerunde mehrere Mahlgänge benötigen.
  • Andererseits ist das Befüllen ein wenig knifflig: Hat man keine geeignete Schütte, fallen hier und da Bohnen zur Seite – ich entwickle daher Sympathien für Kaffeemühlen mit Trichter.
  • Zudem ist die Schublade für den gemahlenen Kaffee zwar ganz goldig, aber man kommt beim Herausziehen und Umfüllen des Mahlguts nicht umher, hier und da nochmals nachzuwischen. Kaffeekörnchen fallen zur Seite heraus.

Kaffeemahlen: Morgendlicher Frühsport

Mit einer Handmühle Kaffee mahlen – das kann Arbeit bedeuten. Je nach eingestelltem Mahlgrad geht das leichter oder schwerer, wobei der Titel „Schoßmühle“ bezeichnend ist. Zwischen die Knie geklemmt, lässt es sich sehr angenehm kurbeln, wobei man den im Kaffee enhaltenen Kalorien durch ein wenig körperliche Betätigung vorbeugen kann. Zudem ist das eigenhändige Kaffeemahlen auch ein netter Bestandteil der Kaffeezubereitung. Diesen Job erledigt die Zassenhaus „Brasilia“ seit Monaten in stoischer Ruhe und Zuverlässigkeit.

Gemahlener Kaffee in der Zassenhaus Kaffeemühle Brasilia

Gute Verarbeitung der Handmühle

Insgesamt ist die Verarbeitung sehr beachtlich. An der Zassenhaus wackelt nichts, keine Schraube hat sich auch nur ein Jota gelockert, die stufenlose Mahlgrad-Einstellung funktioniert einwandfrei und das Mahlwerk macht mit jeder Bohne kurzen Prozess. Im Bohnen-Behältnis ist bisher auch nie eine Kaffeebohne liegengeblieben/ verklemmt worden. Kritik ließe allenfalls die Farbe der Kaffeemühle zu.

Farbe mag kein Wasser

Kaffeemühle_FarbeAus Versehen hat die Kaffemühle ein paar Wasserspritzer abbekommen und siehe da: Die Farbe löste sich für meinen Geschmack sehr leicht ab und hinterließ hellere Stellen auf dem Holz. Schade eigentlich, da es das einzige Manko in Sachen Verarbeitung zu sein scheint.

Stufenloses Stellrad für Mahlgrad

Die Zassenhaus Handmühle „Brasilia“ vefügt über eine stufenlose Regelung des Kaffee-Mahlgrads. 3,25 Umdrehungen sind möglich, wobei zwischen ganz grob und relativ fein alles möglich ist. Für Espresso reicht es allerdings nicht. Freunde von French Press und Filterkaffee können aufatmen: Die Zassenhaus „Brasilia“ liefert hier sehr guten homogenen Kaffee. Persönlich nutze ich für die French Press je nach Kaffee 0,5 bis 0,8 Umdrehungen.

Positiv: Das Stellrad wackelt nicht und verstellt sich daher auch nach mehrmaligem Mahlen nicht.

Stellrad für den Mahlgrad an der Zassenhaus Kaffeemühle Brasilia

Fazit zur Zassenhaus Kaffeemühle „Brasilia“

Insgesamt spreche ich eine volle Empfehlung für diese Handmühle aus! Obige Problemstellen sind der Natur der Handmühle geschuldet und sind leicht hinzunehmen, einzig die leichte Löslichkeit der Farbe stößt mir negativ auf. Auf der anderen Seite bietet die Zassenhaus Kaffeemühle sehr homogenen Kaffee für French Press und Filter und überzeugt durch eine robuste und sehr ordentliche Verarbeitung. Ich würde diese Kaffeemühle ein weiteres Mal kaufen!

Bei Amazon ist sie für rund 70 Euro* erhältlich.

P.S.: Ich habe bei Zassenhaus angefragt, wo und wie die Kaffeemühlen produziert werden. Der Großteil der von Zassenhaus bezogenen Hölzer kommt wohl aus Finnland, Schweden, der Ukraine oder Weißrussland. Mahlwerk und Holzgehäuse werden in Solingen, dem Bergischen Land oder Tschechien zusammengebaut. Zusätzlich habe ich mich erkundigt, ob sich die Firma Zassenhaus sozial engagiere und die Antwort lautete, dass Etikettierung und Verpacken der Mühlen in regionalen Behindertenwerkstätten vorgenommen würde.